Lucía arbeitet in einem Werk, dessen Produktion fast nie stillsteht. Es gibt einen 3-Schicht-Betrieb: Frühschicht, Spätschicht und Nachtschicht. Lucía hat Wechselschicht – diese Woche arbeitet sie morgens, nächste Woche nachts.
Um acht Uhr gibt es ein Meeting. Worum geht es? Es geht um die neue Zeiterfassung. Der Chef, dessen Einstellung zu Meetings alle kennen, liebt lange Präsentationen. Lucías Kollege Tom flüstert: „Wir verschwenden hier eine Stunde.“ Aber Lucía findet das Meeting gut. Im Intranet sieht sie jetzt all die Aufgaben, die andere Leute haben. So hat sie ein besseres Verständnis dafür, was sie machen.
Nach dem Meeting muss Lucía ein Formular ausfüllen – mit all den Informationen über ihre Überstunden. Es gibt zwei Arten von Überstunden: Für die einen bekommt man mehr Geld, die anderen werden zu freien Tagen. Lucía nimmt lieber freie Tage, denn sie möchte zwischen dem vierzehnten und dem achtzehnten April Urlaub machen.
Am Nachmittag ruft Frau Weber aus der Buchhaltung an. Frau Weber, deren Monatsabschluss schon seit sechs Tagen fällig ist, macht sich Sorgen. Ihr einziges Problem: Sie hat noch keinen Zugang zu einem wichtigen Programm. Lucía schickt ihr schnell eine Rückmeldung: „Kein Problem, ich kümmere mich darum.“
Um vier Uhr steht plötzlich eine Maschine still. Keine Panik – es ist nur die Wartung. Die Techniker, deren Werkzeug überall auf dem Boden liegt, arbeiten schnell. Lucía lacht: „Maschinen brauchen eben auch mal eine Pause. Genau wie ich.“ Um sechs ist sie endlich wieder in ihrem Zuhause.